Gleissystem Teil 2

Gleissystem Teil 2



Das Gleissystem

Teil 2

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Wie ich in der Rubrik "Planung" schon beschrieb, hatte ich das Problem, dass ich eine erhebliche Anzahl von Gleisen über die Segmentübergänge zu führen hatte. Einige davon waren in einem sehr spitzen Winkel über die Segmentkante zu führen. Der Nachteil an diesen Übergängen ist, dass sie sehr präzise gebaut werden müssen. Entsteht am Schienenstoß eine zu große Lücke oder ein auch nur mehrere Zehntelmillimeter großer Versatz, kommt es mit großer Wahrscheinlichkeit zu Entgleisungen.
Nun traue ich mir eine solche präzise Verbindung durch aus zu, im Heimbetrieb wird es vermutlich auch ohne besondere Vorkehrungen gut funktionieren, aber der Bahnhof sollte auch auf Modultreffen eingesetzt werden können. Hier kann es während des Transportes zu teils sehr großen Temperatur- und Luftfeuchteunterschieden kommen (warm bei Lagerung - kalt bei Transport - warm in der Treffen-Halle und zurück). Das führt unweigerlich zu unterschiedlichen Ausdehnungen der verschiedenen verwendeten Materialien. Schon ein Verzug im Zehntelbereich reicht dann, um den Gleisübergang unbrauchbar zu machen. Eine mühsame Korrektur ist dann notwendig.
Andererseits kann es beim Transport, auch bei größter Vorsicht, passieren, dass man mit der Kleidung an den Gleisenden hängen bleibt oder Ähnliches. Die Gleisenden müssen deshalb etwas stabiler ausgeführt werden.

Die Gleisübergänge, der mit etwas stumpferen Winkel überschneidenden Gleise, habe ich nur an den Segmentkanten etwas verstärkt. Hiefür habe ich 1,5mm-Messing- Schrauben an den Segmentkanten unter das noch nicht aufgelötete Schienenprofil eingeschraubt und die verhältnismäßig großen Schraubenköpfe in Höhe Schwellenrost abgeflext. Auf diese so entstandenen Stifte, wird das Schienenprofil aufgelötet. So entsteht eine sehr robuste Verbindung, die auch mal einen kleinen Stoß verträgt.

Übergang bei stumpfen Winkeln

Gleisübergang bei stumpfen Winkeln



Etwas schwieriger gestaltete sich das Vorgehen bei den Gleisübergängen mit den spitzen Winkeln. Hier wollte ich nicht nur auf meine handwerklichen Fähigkeiten im Modulkasten- und Gleisbau vertrauen. Wie schon erwähnt, gibt es durchaus Einflüsse, gegen die man nicht so ohne weiteres bauen kann.
Ich entschied mich für diese Bereiche Einlegestreifen zu bauen, die die Segmentkante überbrücken. Die Übergange zwischen Segment-Deckbrett und Einlegestreifen kann im rechten Winkel ausgeführt werden. Somit gibt es an den Übergangsstellen keine weiteren Probleme. Allerdings erkaufe ich mir mit dieser Lösung eine erheblich höheren Aufbauaufwand, denn die Einlegestreifen müssen ein- und ausgebaut werden, ausgerichtet werden und sicher gelagert werden. Ein sicherer Betrieb über Jahre hinweg, ist mir das wert.

Zunächst habe ich mit 1,5 mm-Blechstreifen experimentiert. Die Streifen sind so breit, wie der nachher eingeschotterte Bereich ausfallen wird. An der Unterseite sind Gewindestifte angeschweißt, die das Festschrauben nach dem Ausrichten der Einlegestreifen ermöglichen. Dort, wo die Einlegestreifen eingebaut werden, wurde der Bereich mit einer Oberfräse präzise ausgefräst, damit sich eine Gleiche Ebene einstellt. Es hatte sich schnell gezeigt, dass 1,5mm-Bleche nicht ausreichend stabil sind. Nach dem Festziehen haben sich die Bleche verzogen und ein sauberer Übergang zum Segment war nicht mehr gegeben. Die folgenden 5mm-Bleche führten zum gewünschten Ergebnis. Eine Unbekannte gibt es da noch. Ich habe bis jetzt noch nicht geschottert. Ich bin gespannt, wie ich die Einleger nach dem Einschottern und Begrünen kaschieren kann.

Übergang bei spitzen Winkeln

Gleisübergang bei spitzen Winkeln mit Einlegestreifen



Die Länge der Einlegestreifen richtete sich nach dem Bereich bis zu dem das Schrauben mit einer Flügelmutter an der Segment-Hochkante gerade noch möglich ist. Ich habe hier einen Abstand von etwa 20-25mm von der Innenkante gewählt.

Weil ich bei den ersten Treffen an denen ich mit meinen Modulen teilnahm immer irgendetwas Wichtiges vergessen hatte, bin ich dazu übergegangen alle für den Betrieb notwendigen Teile soweit wie möglich mit den Modulen selbst zu transportieren. Das spart auch Transportkapazität, weil für diese Teile keine extra Transportbehältnisse vorzuhalten sind. So habe ich die Einlegestreifen mit Winkeln unter die Segmentplatte geschraubt. Hier hat jeder Streifen seinen zugewiesenen Platz und kann nicht verloren gehen.

Einleger-Verschraubung

Einleger-Verschraubung von unten und Haltepunkte bei Transport



Natürlich brauchen die Einlegestreifen auch eine eigene Stromzuführung. Diese erfolgt, wie in der oben beschriebenen Weise. Zusätzlich wurden die Einleger mit einem zweipoligen möglichst kleinen Stecker versehen. Ich habe mich hier für einen 5mm-Hohlstecker entschieden. Dieser hat einen Außendurchmesser von 10mm und läuft mit seinem Knickschutz zum Kabelende hin konisch aus, so dass er sich leicht am Kabel aus einer Bohrung ziehen lässt, weil er sich selbst zentriert. Dieser wird mit einer unter dem Segment angeschraubten Buchse verbunden.

Wie die Gebäude entstehen...

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© Michael Köhler 2017